Fütterung
 
Kaninchen haben ein empfindliches Verdauungssystem, sie besitzen z.B. keine Magenmuskulatur und können den Nahrungsbrei nur durch Nachschub neuer Mahlzeiten weitertransportieren. Das macht eine regelmäßige Futteraufnahme so wichtig.
 
Heu aus eigener Herstellung steht meinen Kaninchen unbegrenzt zur Verfügung, als Hauptnahrung bekommen sie zweimal täglich hochwertiges Zuchtfutter, keine bunt verpackten Nagerleckereien.
 
Das Zuchtfutter, Deukanin Basis Plus, besteht aus gleichförmigen Stäbchen, sogenannten Pellets, welche alle nötigen Nährstoffe im genau richtigen Verhältnis enthalten: Ob ein Kaninchen viel oder wenig Appetit hat, nie wird es unter Nährstoffmangel leiden. Aus buntem Supermarktfutter pickt sich das Kaninchen hingegen die Bestandteile heraus, die ihm am besten schmecken, was zu einseitiger Ernährung und Mangelerscheinungen führen kann, oder zur Verfettung, wenn die Leckereien zu viel Zucker und Getreide enthalten.
 
Mein Fütterungsplan berücksichtigt die Lebensphase des Kaninchens: Eine trächtige Häsin braucht mehr Futter als ein alter Rammler und in der schwierigen Zeit des Absetzens der Jungtiere brauchen diese ein Futter, das Darmbeschwerden vorbeugt, weshalb ich in der Woche zuvor Deukanin mit Coccidiostatikum füttere.
 
Grünfutter reiche ich nur in Maßen als willkommene Zugabe zum übrigen Futter für meine jungtierlosen Häsinnen. Äpfel, Fenchel, Petersilie, Johannisbrot und Möhren sind in jedem Falle ein gesünderer Leckerbissen als grell verpackte Heimtiersnacks. 
 
Die Futterumstellung beim neuen Besitzer kann für Jungtiere Stress bedeuten. Deshalb gebe ich Kaninchenkäufern eine Tüte Futter für eine Woche zum Umgewöhnen mit. Das Futter kann dann mit anderem gemischt werden, sodass sich die Kaninchen schrittweise an die neue Sorte gewöhnen.
 
Falls das Jungtier doch einmal Verdauungsprobleme bekommt, haben sich belaubte Eichenzweige und Erdbeerblätter als Hausmittel bewährt.
 
Ein Nagebrett  und Salzstein emfiehlt sich, um eine regelmäßige Zahnabnutzung zu fördern.
 
Wasser bekommen meine Kaninchen nicht aus hochgehängten Nippeltränken, sondern aus Näpfen am Boden, die eine natürliche Trinkhaltung erlauben.
Unterbringung
 
Ich halte meine Kaninchen in Holzstallungen, die zu jeder Jahreszeit ein tiergerechtes Klima bieten. Jede Kaninchenwohnung ist für Jungtiere 60x80cm groß, für Häsinnen(Doppelbox) 120x60 cm.
 
Die Tiere sitzen auf Stroh aus eigener Herstellung, haben also immer etwas zu knabbern(Heu) und zur Beschäftigung.
 
Die Ställe stehen draußen, was Erkältungen vermeidet und für ein dichtes, gesundes Fell sorgt. Sie sind witterungsgeschützt und überdacht, Zugluft wird vermieden.
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